Bad Brains (Bad Brains)

Veröffentlichung: 01.01.1970, Medium: CD

Angespornt diese Kritik zu schreiben hat mich der Film "American Hardcore", den ich mit ein paar anderen kürzlich gesehen habe. Ich war vor dem Film schon öfters in Kontakt mit dieser Band geraten und hatte schon sehr großes Interesse. Die Afro-Amerikanische Hardcore-Band aus D.C. dominierte die 80er Jahre Hardcore-Szene und war Vorbild für viele weitere Bands.

Sie hatten Merkmale, etwas typisch. Man erkannte sie sofort - sei es am Sound oder an ihrer Kreativität für CD-Cover. Sie waren nicht nur der Wegweiser der "Straight Edge"-Bewegung sondern sorgten für viel Gesprächsstoff in der Szene, da sie durch ihren Rastafari-Glauben einigen Aspekten der damaligen Szene widersprachen.

Das machte sich in ihren späteren Songs sichtbar. Sie traten mit Reggae-Songs auf, was beim Publikum eine gewisse Begeisterung weckte. Natürlich gab es Massen die gegen diese "neue Art" der Band waren. Die "Bad Brains" standen für P.M.A. (Positive Mental Attitude) - alles positiv angehen. Heute findet man noch einige ihrer Songs in verschiedenen Videospielen wie z.B. "Tony Hawks Pro Skater".

Die Bad Brains nahmen das Tape Bad Brains (aka "The ROIR Tape" aka "Attitude") - mittlerweile als CD erhältlich - 1982 in einem Studio, in dem sie eine Zeitlang hausten, auf. Wenn man sich diese Platte anhört und dementsprechend die Lyrics hat, oder es sogar versteht, sollte man sich denken "Wow - Aussage und Power!".

Das dachte ich jedenfalls als ich "The Regulator" hörte - Positive Mental Attitude. Man solle alles positiv angehen lassen. Das war wohl am meisten an die "No Future Punks" gerichtet. Hoffnungslose Punks, die keine Zukunft sahen und sich auf verschiedenste Weise seelisch und körperlich zerstörten. Einer der wohl beliebtesten und tanzbarsten Songs "Banned In D.C." handelt von ihrem Umzug von Washington D.C. nach New York. Sie hatten in D.C. mittlerweile in fast jeden Club Auftrittsverbot.

Der Song "Right Bridage" geht erst ziemlich langsam los - doch dann knallt der harte für die Bad Brains typische Sound aus den Boxen.

Natürlich sollte man die Reggae-Songs, die einige Diskussionen in der Szene auslösten, nicht vergessen. Bei "I Luv I Jah" denkt man anfangs "Huch! Hab ich die falsche Platte in meinem CD Player?". Nein, habt ihr nicht. Wie gesagt, die Bad Brains gingen nach einer Zeit dem Rastafari-Glauben über. Die Szene war empört, trotzdem hörte und liebte jeder die Bad Brains.

Keine andere Band hinterließ derartige Spuren in der Hardcore-Szene. Ohne sie würden sich SSD oder S.O.A. nicht so klingen wie sie sind. Die Bad Brains tourten übrigens durch West-Deutschland. Als Support hatten sie niemand geringeren als Toxoplasma dabei.

Anspieltipps: "Banned in D.C.", "Pay to cum", "Right Bridage", "The Regulator".

Fazit: Für Leute, die auf schnellen Hardcore stehen, ein absolutes Muss. Die Band begeistert mir Sänger HR und seinem einzigartigem Gesang so ziemlich jeden Liebhaber guter Musik. Die Reggae-Songs auf der Platte sorgen für Abwechslung und Erholung eures spontanen Wohnzimmer-Pogos.

Offizielle Homepage   (von rmL)
rmL






 PMA schrieb am 28.09.2011 um 23:00 Uhr:
We Got That Attitude!!!


 antiTHESE schrieb am 31.05.2011 um 17:16 Uhr:
american hardcore: top!!!! bb: top!!!!!

 Marlotz schrieb am 29.05.2010 um 01:08 Uhr:
dazwischen auch gut homophob gewesen die kerle!

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