Born to be dead (The Fright)

Veröffentlichung: 25.04.2009, Medium: CD

Das zweite Album der Band wird als rockiger und eine Mischung aus 80er Hard und Goth Rock mit einer Prise Horrorpunk beworben. Dem kann man beim Eintauchen in die Songs durchaus zustimmen, wobei vor allem Rock im Vordergrund der 14 Songs steht. Es werden Erinnerungen an die ersten vier "Danzig"-Alben wach, was vor allem an Gesang und Sound von "Born to be dead" liegt.

Das Album startet mit dem Intro "999", wobei die Keyboardmelodie aus "Boundless", dem letzten Stück des Vorgängers, aufgegriffen wird. Eine schöne Überleitung, bevor es mit "Horrorrock 'n' Roll" richtig los geht. Schon dieses Stück unterstreicht die rockige Ausrichtung. Lon gibt mit einem klassischen oldschool Riff die Richtung vor. Der Song geht mit seinem eingängigen Refrain auch gleich ins Ohr. Nach diesem gelungenen Opener folgt mit "Ghosts" ein ähnlich schneller Song, der mit einem gelungenen Break aufwartet. Überhaupt gibt es einige Tempowechsel in den Songs, die der Dynamik des Albums sehr gut tun. Danach wird es mit "Killing love" und einem spooky Keyboardintro um einiges langsamer. Hierbei sticht vor allem das treibende Drumming von Saeres heraus. Durch die im Gegensatz zum Debutalbum fettere Produktion, den Mix besorgte Lon selbst, kommt sein druckvolles Spiel wesentlich besser heraus, so z.B. auch in "A gift". Auch Kain zeigt spielerische Klasse, wie "Immortal" mit seinem Break, das in einen groovenden Basslauf übergeht zeigt. Darauf schiebt sich die Gitarre entlang. Der Song weißt zudem eine gelungene Hookline auf und bleibt sofort hängen. Sicherlich eines der Highlights des Albums. "Serpent lady" erinnert danach ausnahmsweise an neuere Danzig Alben. Das Intro zu "Mask" erinnert stark an die Titelmelodie der Halloween Filme. Der Song entpuppt sich in der Folge als astreiner Horrorpunk, dabei aber auch nicht einfach nur stoisch geradeaus gespielt, sondern mit groovigem Mittelteil. Sicherlich einer der stärksten Songs des Albums. Danach kommt mit "Heart & soul" ein fast schon klassischer Goth Rock Song, bei dem sich ein weiterer Einfluss der Band offen legt. Wie "Immortal" auf einem schönen Bassteppich aufgebaut, kulminieren die Strophen in einem melodiösen Refrain. Dieser Song könnte auch locker vor über 20 Jahren bei einem Treffen von The Cult und Billy Idol mit Glen Danzig entstanden sein. Vermutlich der Song mit dem größten "Hitpotential". Auch "The headless horseman" zeigt, u.a. durch seine Backgrundchöre und die schleppenden Strophen diese Einflüsse, bevor sich der Song im Refrain in einen klassischen Hard Rocker wandelt. Ein sehr treibender Song, der die Bezeichnung Rock 'n' Roll from the dark side durchaus verdient. "Acherontic" ist dann noch mal purer Horrorpunk, bevor das Album treffend mit "The end" ausklingt, zumindest fast. Hier finden sich noch einmal leichte Keyboardanklänge, die für atmosphärische Farbtupfer sorgen.

Insgesamt ist das Album facentenreicher als sein Vorgänger. The Fright haben Songschreiberisch definitiv zugelegt und einiges an Eigenständigkeit gewonnen. Das zeigt sich auch immer wieder an Lons Gesang, der auch mal in höhere Regionen vordringt. Die Songs sind insgesamt vielseitiger, als auf dem Debut. Dafür brauchen einige aber auch etwas länger, um sich im Gehör festzusetzen. Die Aufmachung als Digipack mit ansehnlicher Gestaltung bietet neben dem Hörgenuss auch noch was für das Auge.

Homepage der Band   (von NEONLIGHTCHILD)
NEONLIGHTCHILD






 Ponker schrieb am 01.06.2009 um 22:32 Uhr:
Hab seit gestern nun auch die Platte und ich muss sagen : scheiße is das geil! :D

 HardCore92 schrieb am 24.05.2009 um 14:08 Uhr:
jo da muss ich dir rechtgeben......es ist der absolute überwahnsinn.....besonders die konzerte....da geht dir einer ab eh..:D

 JohnnyMahony1377 schrieb am 22.05.2009 um 20:22 Uhr:
das album ist der absolute hammer, hätte nie gedacht dass man dacabre toppen kann...

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