The Subways

Ort: Rosenhof, Osnabrück, Datum: 29.09.2006

Die Vorband hatten Jan Rakete und ich leider verpasst, keine Ahnung wer da gespielt hat. Sie schienen aber gute Arbeit geleistet zu haben, denn schon bei den ersten Tönen der Subways tobte die Menge.

Beim zweiten Lied habe ich mich mittenrein gestürzt. Schon nach kürzester Zeit war ich klitschnass, allerdings kam die Hälfte des Schweißes an meinem Körper nicht von mir. Überall um mich herum glitschige, triefende Gliedmaßen. Es war wie in der Sauna. Ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass ich entweder aufgrund Sauerstoffmangels umkippe oder einen Ellenbogen in die Fresse kriege.

Ich habe getanzt (wobei das Tanzen im Grunde nur aus Rumgehopse und Geschubse bestand), mitgesungen (oder eher geschrien) und irgendwann das Bein von Billy, dem Sänger und Gitarristen betatscht, da er beim Crowdsurfen direkt über mir entlangschwebte.

Die Show, die Billy, Bassistin Charlotte und Drummer Josh lieferten konnte auch durch Charlottes Ausrutschen und die Tatsache, dass Billy alles umgeschubst hat, was ihm vor die Nase kam, nicht negativ beeinflusst werden. Ganz im Gegenteil! Ich frag mich, wie Jan bei dieser Performance still stehen bleiben konnte. Na ja, er musste ja auf meine Tasche aufpassen (Anmerk. der Redaktion: Ich bin so uncool).

Ich habe an diesem Abend (wahrscheinlich aufgrund meines Alkoholspiegels) nicht nur Bruchteile meiner Erinnerung, sondern auch jegliches Zeitgefühl verloren, weshalb ich nicht mehr sagen kann, wie lange sie gespielt haben. Eine Zugabe gab's, und dann war's vorbei. Wir haben dann noch ein bisschen da rumgehangen, ich hab noch versucht, den Bühnenabbauern diverse Artikel abzuschwatzen (glaub ich zumindest), leider vergebens, und dann wurden wir in die Kneipe vom Rosenhof geschickt.

Nach kurzer Verschnaufpause habe ich gleich die zahlreichen Personen mit Subways-T-shirts attackiert, gar nicht gemerkt, dass Drummer Josh mit am Tisch sitzt, Autogramme ergattert, Jan zur Sau gemacht, weil der schon mit dem Kopf auf der Theke hing, und den restlichen Abend fast ausschließlich englisch gesprochen.

Je später der Abend, desto schöner die Leute und desto weniger bleibt an Erinnerungen hängen. Aber an den gigantischen Tourbus, der vor der Tür stand, an den erinnere ich mich noch gut. Und daran, dass Charlottes Haare nicht mehr blond sind.
Alles in allem war dieses Konzert das Geilste was ich seit langem, langem erlebt habe! Und in Zukunft werde ich mir ein Bein rausreissen um jedes Subways-Konzert in der Nähe zu besuchen. Ich kann es nur empfehlen!

Band

Music

Location
  (von alina)
alina


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