Zwischen den Wänden
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Irgendwo am Arsch der Welt, hinter den sieben Bergen, hinter den sieben Zwergen, dorthin war ich eingeladen. Wenn "Zwischen den Wänden" spielt, ist das für mich ein Grund immer meine heimatlichen Gefilde zu verlassen, wie am 28.8.
Wie ich später hörte, war das eine Abrissparty eines Jugendklubs. Ein halbes Fabrikgebäude mit kleinen Räumen, nett arrangiert. Überall Möglichkeiten sich in Sonnenstühlen einen Cocktail reinzupfeifen oder Hyperaktivität bei Sportarten wie Beachvolleyball oder Basketball auszuleben.
Als ich auf dem Platz ankam, spielte auf dem Hof eine Hippieband mit Ditscheridu und unverstärktem Musikequipment. Nette, entspannte Atmosphäre. Drinnen tummelten sich Leute, die Hardcorebands und Punkbands ihre Aufmerksamkeit schenkten. Aber zu einer Strandparty gehört nun mal Saufen und Fressen (und Fußballweltmeisterschaft). So war das Publikum auch drauf und uns schlug es bitter auf den Magen, als eine Band ihren Lokalpatriotismus unter gröhlendem Publikum skandierte. Gut, Partypeople halt.
Als Zwischen den Wänden dann endlich spielte, leerte sich der Raum, da keiner die Band kannte. In der psychodelischen Atmosphäre Glücklicherweise hat die Band einen fähigen Gitarristen gefunden und kann endlich wieder live spielen. Sound in die Richtung von "Fliehende Stürme", düster und schwer. Da die Band mit Drumcomputer spielt, wirkte es natürlich sehr komisch, als sich ein Bekannter ohne Sticks an das Schlagzeug setzte und mit Gesten, die volles Engagement andeuteten, die Band begleitete. Angetrunkene Partypeople beobachteten die Szenerie immer wieder verwundert und gingen ratlos aus dem Konzertraum. (ohne eine Antwort auf das Gesehene zu finden). Gelungener Auftritt, begleitet von schwermütigen Texten, wie zum Beispiel über den Tod der Mutter eines Bandmitgliedes. Die Rückfahrt nach Gladbach hat ungefähr 5 Stunden gedauert. Wie soll es auch sein, mitten in der Nacht, bei den sieben Zwergen.
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Kein Ausweg (Zwischen den Wänden)
Das Ende so nah, die Gedanken wie Memory
Bereit zum Atemstillstand, heute die Zeit
Beschlossen zu gehen, ein Schritt der Hoffnung
Aus dem Leben seiner Vergangenheit
Sich zu stellen, der Gesellschaft
Seine Gedanken sind zerteilt
Sich lieber aufzugeben als zu kämpfen
Hoffnungslose, Einsamkeit
Ganz allein mit all seinen Sorgen
Der Mond scheint in sein entschlossenes Gesicht
Die Augen zu und nur einen Schritt gehen
Niemand wird ihn dann lebend wieder sehen
Unsortierte Lehre in seinem Kopf
Hoffnungslosigkeit für Doktoren
Allein mit herzschmerzenden Gedanken
Jetzt zu gehen ohne Wiederkehr
Die Gesellschaft, die einen Dummen sieht,
bringt ihn immer mehr zu Fall
Man muss Stärke zeigen gegen Freund und Feind
Muss er wirklich diesen Weg gehen
Ganz allein mit all seinen Sorgen
Der Mond scheint in sein entschlossenes Gesicht
Die Augen zu und nur ein Schritt gehen
Niemand wird ihn dann lebend wieder sehen